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In der Nachwendezeit entdeckte Heiner Blum die Glasbläser-Kultur im Thüringischen Wald und arbeitete an einer umfassenden Werkgruppe auf der Basis menschlicher Glasaugen. Es entstanden zahreiche Zeichnungen und Skulpturen. In der Wand seines Ateliers mauerte der Künstler als Selbstportrait ein Paar braune Glasaugen ein. Ein weiteres Paar Augen wurde mit einem Silikonschlauch in der Körperlänge des Künstlers verbunden ...

Als 1992 bei einem Unfall der Sohn eines befreundeten Kurators fast sein ganzes Augenlicht verlor, war der Schock so groß, dass es nicht mehr vorstellbar war, die Augenserie weiterzuführen oder sie zu zeigen.
Die Arbeiten verschwanden in einer Kiste, die erst 2019 wieder geöffnet wurde, um sie zu restaurieren, zu ergänzen und zu dokumentieren.